Simon Fey, Student an unserer Fakultät: „Mein Schulpraktikum auf Malta hat mich extrem weitergebracht“
(Foto: privat)
Simon, danke für deine Zeit. Was hast du auf Malta genau gemacht?
Ich habe dort ein dreimonatiges Praktikum an einer englischsprachigen Schule absolviert – der Newark School, die eine Kooperation mit unserer Universität hat. Ich habe in der Zeit dort verschiedene Aufgaben übernommen. Ich war einer Lehrerin zugeteilt, die ich meistens in ihrem Englisch- und Französisch-Unterricht begleitet habe. Ich habe ihr geholfen, zum Teil mit klassischen Praktikanten-Aufgaben – Drucken, Kopieren –, habe aber auch selbst Unterricht gemacht und Ausflüge begleitet. Einfach normaler Schulalltag.
Wie funktioniert die Vermittlung über die BUW zu einer Schule auf Malta?
Zuerst habe ich mich mit Carmen Ulrich getroffen, Referentin für Internationales und Qualitätssicherung der Fakultät für Geistes- und Kulturwissenschaften. Es gibt natürlich verschiedene Kooperationen in verschiedenen Ländern. Ich habe dann erst einmal geschaut, welches Land infrage kommt und auch welche Schule dort. Auf Malta hat unsere Uni vier Partnerschulen. Ich habe mich dann für eine entschieden – die Newark hat mir einfach am meisten zugesagt. Die Schule selbst hat mich dann der Lehrerin zugeteilt.
Welche war deine beste Erfahrung auf Malta?
Wahrscheinlich die Arbeit an der Schule. Das war für mich persönlich sehr bereichernd, hat mich aber auch beruflich extrem weitergebracht. Es ist etwas ganz Anderes, plötzlich den gesamten Alltag auf Englisch machen zu müssen – mit Worten um sich schmeißen zu müssen, die man vorher noch nie benutzt hat. Ich musste erstmal überlegen, was Spülmittel bedeutet. (lacht) Die Arbeit an der Schule war sehr schön und ich war sehr zufrieden mit der Lehrerin, der ich zugeteilt war: Sie war pädagogisch für mich sehr gut, aber auch fachlich konnte ich viel von ihr lernen. Und die Kinder waren alle nett.
Welche war die schwierigste Erfahrung?
Ich würde auch sagen: die Arbeit an der Schule. (lacht) Denn es gab natürlich auch manchmal schwierigere Tage. Die Schule braucht die Praktikant*innen und dementsprechend gibt es schon Momente, in denen man viel übernehmen muss. Und natürlich gibt es im Schulalltag auch unschöne Situationen.
Wie würdest du die Freizeit auf Malta beschreiben?
Man ist schon ein bisschen davon abhängig, wie extrovertiert man ist. Ich habe viel mit anderen Praktikant*innen gemacht. Die drei Monate haben gereicht, um das Land zu sehen, es ist schon klein. Trotzdem hat man extrem viel zu tun und zu sehen, die Städte sind sehr schön. Viel ist auf Tourismus ausgelegt, weshalb es immer wieder gute Angebote gibt.
Welchen Tipp würdest du jemandem geben, der/die nach Malta gehen will?
Unabhängig vom Praktikum: Man muss bei der Wohnungssuche viel Zeit investieren, das meiste geht über AirBnb. Da muss man die Augen aufhalten. Und: Es gibt eine Buskarte, die kann man schon von Deutschland aus beantragen. Mit den Bussen kommt man gut und schnell überall hin. Außerdem kann ich nur sagen, dass die Bewerbung für das Erasmus+-Stipendium weniger aufwendig ist, als man vermutet – die finanzielle Förderung ist wirklich gut.
Drei Worte, um deinen Aufenthalt auf Malta zu beschreiben?
Überraschend, bereichernd und: anders als erwartet.